Dreifaltigkeits-Hospital Lippstadt
Marien-Hospital Erwitte
Hospital zum Hl. Geist Geseke

Das Leistungsspektrum der Abteilung für Innere Medizin II in Kürze:


Gastroenterologie
In der Gastroenterologie werden akute oder chronische, gutartige sowie bösartige Krankheiten des Magen-Darmtraktes diagnostiziert und therapiert. Der Magen-Darmtrakt erstreckt sich von der Speiseröhre über den Magen, den Dünn- und Dickdarm bis zum Enddarm. Diese so genannten Hohlorgane können mittels einer Spiegelung direkt eingesehen werden. Daneben gehören die Krankheiten der größten Drüsen des menschlichen Körpers zu unserem Aufgabenbebiet (Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse). Diese Organsysteme stehen in Beziehungen zueinander, so dass bei Erkrankung eines Organs häufig die Funktionalität eines Nachbarorgans mitbetroffen sein kann.

Die Gastroenterologie als Teilgebiet der Inneren Medizin weist viele Gemeinsamkeiten mit der Viszeralchirurgie auf; der mittlerweile etablierte Begriff der Viszeralmedizin wird bei uns aktiv gelebt. Nach außen ist dies u.a. sichtbar im Darmkrebszentrum Lippstadt.

Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit den Abteilungen für Innere Medizin I (Kardiologie) und Innere Medizin III (Hämatologie und Onkologie). Zusammen mit den Kollegen der Onkologie betreuen wir ambulante Patienten über das hiesige MVZ.

Endoskopie:

  • Innerer Ultraschall (Endosonographie) von Speiseröhre, Magen, Lymphknoten, Bauchspeicheldrüse, Leber, Gallenblase und Gallenwegen, Milz, Nebenniere und Niere
  • Magenspiegelung (Gastroskopie)
  • Spaltung von Gewebebrücken (Zenker-Divertikulotomie)
  • Darmspiegelung (Koloskopie) mit Abtragung von Polypen im Rahmen einer Routineuntersuchung bis hin zur Entfernung großer Polypen oder Tumore als sog. Vollwandresektion (FTRD-System)
  • Dünndarmspiegelung (Enteroskopie) sowie Kapselendoskopie des Dünndarms
  • Gallengangsspiegelung (ERCP), z.B. zur Entfernung von Steinen
  • Behandlung von akuten oder chronischen Blutungen
  • Behandlung von Verengungen, entweder als Weitung (Bougierung oder Dilatation) oder als Überbrückung mittels Kunststoffprothesen oder Metallstents
  • Lungenspiegelung (Bronchoskopie)


Jede Untersuchung erfolgt nach entsprechender Aufklärung schmerzfrei und wird regelhaft in Sedierung durchgeführt (je nach Komplexität des Eingriffs oder aufgrund schwerer Begleiterkrankung auch in Vollnarkose). Bei allen endoskopischen Untersuchungen können Gewebeproben entnommen werden, sowohl rein diagnostisch als auch therapeutisch (z.B. Polypenentfernung bei einer Darmspiegelung).

Funktionsdiagnostik:

  • Ultraschalluntersuchung aller Bauchorgane, des Rippenfells und der Lunge, der Schilddrüse, der Lymphknoten sowie der Weichteile
  • Punktion der Leber, des Rippenfells (Pleurapunktion), sowie des Bauchraums
  • Atemtests zum Nachweis einer Kohlenhydratunverträglichkeit, z.B. Laktoseintoleranz, Fruktoseunverträglichkeit
  • Säuremessung der Speiseröhre (pH-Metrie)
  • Druckmessung der Speiseröhre (hochauflösende Manometrie mit Impedanzmessung)
     

Wann immer es nötig ist, ergänzen wir die Diagnostik mit Hilfe der Abteilung für Diagnostische Radiologie (Röntgen, CT, MRT) oder der Abteilung für Nuklearmedizin (Szintigraphie).
 



Diabetologie / Endokrinologie
In enger Zusammenarbeit mit der Abteilung für Geriatrie sowie der Ernährungsberatung erfolgt die Behandlung von Diabetikern. Der Diabetes mellitus ist die häufigste endokrine Erkrankung, die Zahl der Neuerkrankten ist weltweit deutlich zunehmend. Bei Komplikationen nutzen wir auch hier die »kurzen Wege« zur Abteilung für Gefäßchirurgie sowie zur Abteilung für Nephrologie (Nierenkrankheiten/Dialyse).

Desweiteren diagnostizieren und behandeln wir Erkrankungen der Schilddrüse, der Nebenschilddrüsen und der Nebennieren, dies in enger Kooperation mit der Abteilung für Nuklearmedizin im Hause.
 

  • Erst- oder Neueinstellung bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1, Typ 2 oder Typ 3 in enger Kooperation mit der Abteilung für Geriatrie
  • strukturierte Diabetikerschulungen (s. Diabetologie)
     


Rheumatologie
Das Spektrum rheumatologischer Erkrankungen ist weit, die Symptome häufig unspezifisch und teilweise durch bereits diagnostizierte Erkrankungen verschleiert. Dies führt dazu, dass die korrekte Deutung der Beschwerden erschwert ist und die Diagnose teilweise erst spät gestellt wird. Zumeist sind rheumatologische Erkrankungen chronisch, d.h. von langsamem und dauerhaftem Verlauf, können jedoch auch selten akut auftreten; so stellt das Erkrankungsbild der »Arteriitis temporalis« einen rheumatologisch-internistischen Notfall dar, der umgehend erkannt und behandelt werden muss.

Die Diagnostik umfasst insbesondere ein ausführliches und gründliches Gespräch mit den Betroffenen (Anamnese), gefolgt von einer körperlichen Untersuchung. Diverse Labortests (Autoantikörper) sowie Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen können weitere Hinweise auf das Vorliegen einer Erkrankung des rheumatischen Formenkreises liefern. Neben dem klassischen Gelenksrheuma (rheumatoide Arthritis) führen Weichteilrheuma (Polymyalgia rheumatica) oder Entzündungen von Blutgefäßen (Vaskulitis) zu Beschwerden, an deren Ende schwere Organschädigungen auftreten können.